Autogenes Training – der schnelle Weg zur Entspannung

Autogenes Training

Permanente Hektik, Zeitdruck und Stress sind ein Grundübel unserer Gesellschaft und prägen ständig unseren Alltag. Kein Wunder das immer mehr Menschen unter psychischen und physischen Krankheiten leiden. Burnout, Schwindel oder Depressionen sind nur einige typische Beispiele für die Auswirkungen unseres stressgeprägten Lebenswandels.

Daher ist es heutzutage immer wichtig, sich regelmäßig eine kleine Auszeit zu gönnen und etwas zu entspannen. Autogenes Training ist eine sehr effektive Möglichkeit.

Was ist Autogenes Training?

Autogenes Training ist eine einfache, praktische Entspannungsmethode, die jeder gesunde Mensch jederzeit anwenden kann. Autogenes Training bringt und Ruhe und Kraft für den Alltag. Grundlage des Trainings ist, mit der Kraft der Gedanken den Körper und auch die Seele zu beeinflussen.

Autogenes Training ist eine konzentrative Selbstentspannungsmethode, die es ermöglicht, sich mit Hilfe einfacher Formeln, möglichen Autosuggestionen, in einem entspannten Zustand zu versetzen.

Autogenes Training sollte mehrmals am Tag geübt werden. Nur durch regelmäßige Übung erreicht man den angestrebten Zustand der organismischen Gesamtumschaltung.  Diese Umschaltung ist sowohl eine geistige als auch körperliche Entspannung.

Die physiologischen Entspannungsvorgänge im Körper werden bewusst wahrgenommen.  Die vermehrte Durchblutung der Haut nehmen wir als Wärme wahr und die Abnahme der Musekelspannung als Schwere.

Durch diese bewusste Wahrnehmung der Wärme und des entspannten Körpers kommt es zu einer Umschaltung. Die Reize der Außenwelt verlieren an Bedeutung. Wir wechseln in einen Zustand ähnlich der Einschlafphase.

In dieser Phase kann sich der Körper gut generieren und ist empfänglich für unsere Autosuggestionen. Wir können uns sowohl körperlich als auch seelisch sehr gut entspannen und bei regelmäßiger Übung eine positivere Lebenseinstellung gewinnen.

Was bewirkt Autogenes Training?

Stressbewältigung und Erholung

Sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld sind wir heutzutage täglich immer mehr stressigen Situationen ausgesetzt. Autogenes Training hilft uns, diesen Stress nachhaltig zu bewältigen. Auch Gefühle und Empfindungen wie innere Unruhe, Deprimiert sein oder Angst werden mittels des Autogenen Trainings sehr gut  neutralisiert und abgebaut.

Auch die Erholungsfähigkeit wird durch Autogenes Training gefördert. Bei vielen Menschen treten vor allem in der Mittagszeit erste Ermüdungserscheinungen ein. Wer in der Mittagspause mit Hilfe des Autogenen Trainings abschaltet, profitiert von einem enormen Erholungseffekt. Dieser ist in etwa der Wirkung eines längeren Mittagsschlafs  gleichzusetzen.

Verbesserte Durchblutung

Vor allem Frauen klagen oft über kalte Hände und Füße. Das ist zwar nichts krankhaftes, aber leider ein sehr unangenehmes Empfinden. Auch hier kann ganz gezielt, mittels der Wärmeübung des autogenen Trainings, Abhilfe geschaffen werden.

Erholsamer Schlaf

Angst und Stress lassen uns oft nicht zu Ruhe kommen. Immer mehr Menschen können schlecht einschlafen oder nicht durchschlafen. Auch hier hilft die Erholsame Entspannung durch das Autogene Training.

Verbesserte Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung

Durch kurze Übungen des Autogenen Trainings wird die Aufmerksamkeit gesteigert. Man ist in der Lage fokussierter und konzentrierter zu arbeiten. Die Aufmerksamkeit wird auf das fixiert, was man gerade lernen oder tuen möchte.

Ebenso wird die Gedächtnisleistung positiv beeinflusst. Das im Gehirn abgespeicherte Wissen ist stets abrufbar wenn es benötigt wird.

Autogenes Training - die Übungen

Um das Autogene Training durchzuführen, solltest du zunächst einen ruhigen Ort aussuchen. Die Übungen können sowohl im Sitzen als auch im Liegen ausgeführt werden. Jede Übung solltest du in etwa 2-3 Minuten lang durchführen.  

Es gibt natürlich viele verschiedene und auch sehr individuelle Übungen und Formeln. Ich möchte dir nur ganz kurz die Grundübungen vorstellen:

Die Ruhe Übung hat eine einleitende Funktion. Mit ihr wird dem Körper mitgeteilt, dass er jetzt Ruhe und Konzentration benötigt. Schließe hierzu  deine Augen und konzentriere dich auf die Ruhe- Formel: „Ich bin ganz ruhig.“

Für sie Schwere Übung empfiehlt es sich die Körperwahrnehmung auf eine bestimmte Stelle zu lenken, zum Beispiel den rechten Arm. Im Anschluss konzentrierst du dich auf die Formel: „Mein rechter Arm ist schwer. „

Für die Wärme Übung Musst du dich nun auf das entstehende Wärmegefühl Konzentrieren. Wähle wieder ein gewünschtes Körperteil, zum Beispiel den linken Arm, und sage dir die Formel:  „ Mein linker Arm ist warm.“

Mit der Atem Übung wird deine Entspannung noch weiter gesteigert. Fixiere dich gedanklich auf deine Atmung und beobachte sie. Konzentriere dich auf die Formel: „Es atmet mich.

Nach Durchführung der Übungen ist es sehr wichtig, auch eine Rücknahme durchzuführen. Ohne eine starke und exakte Rücknahme würde der Körper im Zustand der Entspannung bleiben. Du würdest dich müde und benommen fühlen.

Um also deine Selbstversenkung zu beenden, musst du nach jeder Übung die folgenden drei Befehle nacheinander geben: „Arme fest! - Tief ein- und ausatmen! - Augen auf! “

Fazit:

Das Erlernen des Autogenen Trainings dauert natürlich etwas Zeit. Du wirst dich noch nicht so sehr konzentrieren können und mit deinen Gedanken immer wieder abschweifen. Gib dir etwas Zeit und bleibe am Ball.

Wenn du das Autogene Training dann beherrschst, kannst du besser abschalten und dich regenerieren. Du wirst auf lange Sicht fitter und gesünder.


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