Perfektionismus – wie er deinen Erfolg verhindert

Was ist Perfektionismus?

Perfektionismus ist im Grunde ein übersteigertes Streben nach Vollkommenheit. Wer nach Perfektionismus strebt möchte alles so gut machen oder sein, dass es nicht das Geringste daran auszusetzen gibt.

Täglich begegnen uns in den Medien Bilder von perfekten Menschen. Sie haben die perfekte Figur, ein perfektes Aussehen, den perfekten Job und die perfekte Familie. Doch mal ehrlich, wie viele solcher Menschen kennst du in deinem echten Leben?

Viel zu viele lassen sich von diesen Bildern beirren. Sie streben nach diesem Perfektionismus, der ihnen täglich im Social Media vorgegaukelt wird. Was am Ende dabei rauskommt ist Frustration und ein geringes Selbstwertgefühl.

Oft liegen die Wurzeln für unser Streben nach Perfektionismus schon in der Kindheit vergraben. Manche Eltern setzen ihre Kinder unter enormen Leistungsdruck. Bei schlechten Noten fällt die elterliche Reaktion oft wenig wertschätzend aus.

Kinder fühlen sich dadurch ungeliebt und nicht genug. Sie meinen, um ihren Eltern zu entsprechen und geliebt zu werden bessere Leistungen bringen zu müssen. Um so deprimierter sind sie dann, wenn sie es trotzdem nicht schaffen.

Doch das soll kein Vorwurf an die Eltern sein. Sie meinen es auf keinen Fall Böse und wollen sicherlich nur das Beste für das Kind. Meist ist man sich als Elternteil gar nicht bewusst, welche Glaubenssätze dadurch in dem Kind entstehen und im weiteren Leben wirken.

Welche Auswirkungen hat Perfektionismus?

Perfektionisten tun sich äußerst schwer eine Arbeit oder ein Projekt zu beenden, weil sie meinen das es nicht perfekt sein könnte. Sie haben Angst zu versagen und Angst vor Kritik.

Perfektionisten konzentrieren sich viel mehr auf Schwächen und Fehler statt auf ihren Erfolg. Das macht sie äußerst ineffektiv und führt über kurz oder Lang zu einem Tunnelblick.

Sie setzen sich mit ihrem perfektionistischen Drang selbst unter Druck. Das führt zu negativen Gedanken und Gefühlen. Auch körperliche Anspannung und innere Unruhe sind Auswirkungen dieses Zwangs.

Bist du ein kleiner Perfektionist?

  • Versuchst du unbedingt Fehler zu vermeiden?
  • Bist du mit deiner Leistung nie wirklich zufrieden?
  • Setzt du dir selbst sehr hohe Ansprüche?
  • Hast du einen starken Drang nach Lob, Anerkennung und Bestätigung?

Wenn du all diese Fragen mit „ja“ beantwortet hast, machst du dir das Leben womöglich selbst unnötig schwer. Denn genau da liegt der sprichwörtliche Hund begraben.

„Du musst nicht perfekt sein“

Wenn du vorwärtskommen willst, wenn du erfolgreich werden willst, kannst du nicht warten bis alles perfekt ist. Du musst sofort ins tun kommen. Dein Perfektionismus verhindert deinen Erfolg.

Immer wieder hört und liest man von Leuten:

„Erst wenn mein Projekt fehlerfrei ist kann ich starten“

„Ich muß erst diese Ausbildung beenden um mit X beginnen zu können“

„Erst wenn die Webseite perfekt ist kann ich sie online stellen.“

Es gibt noch unzählige solcher Beispiele. Und genau diese Denkmuster sabotieren dein Leben und deinen Erfolg. Nichts im Leben ist Perfekt und Fehlerfrei. Also verabschiede dich so schnell wie möglich von deinen alten blockierenden Glaubenssätzen und Denkmustern.

Sei authentisch und starte auch mit Fehlern und nicht perfekt. Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ wirst du aus deinen Fehlern lernen und daran wachsen. In fast allen Biografien erfolgreicher Menschen ist zu lesen, dass Fehler und Misserfolge auf dem Weg zum Erfolg einfach dazugehören.

Denke einmal kurz über das Worst Case Szenario nach. Was würde passieren, wenn dein Projekt nicht fehlerfrei oder die Webseite nicht perfekt ist? Sicherlich wirst du erkennen das es ganz und gar kein Drama wäre und du dir unnötigen Druck machst.

Perfektionismus ist nicht nur ein Erfolgsverhinderer, nein, erst kostet auch viel wertvolle Lebenszeit. Sicher hast du schon einmal vom Pareto Prinzip gehört. Nach diesem Prinzip erzielst du in 20% deiner aufgewandten Zeit 80% des Ergebnisses. Also solltest du dich, um deine Zeit nicht zu vergeuden, auf genau diese 20% konzentrieren.

Um herauszufinden was genau diese 20% ausmacht empfiehlt es sich ein kleines Erfolgsjournal zu führen. Notiere täglich was genau du gemacht hast und zu welchen Ergebnissen das geführt hat. Das hilft dir nicht nur deine Arbeit nach dem Pareto Prinzip zu organisieren.

Es steigert auch dein Selbstbewusstsein. Wenn du täglich deine Tätigkeiten und Erfolge reflektierst, wirst du mit der Zeit ganz automatisch selbstbewusster. Akzeptiere dich auch als Person. Erkenne jeden noch so kleinen Erfolg an und Lobe dich selbst dafür.

So wirst du unabhängig vom Lob und der Anerkennung Anderer und kannst deinen Drang nach Perfektionismus nach und nach auflösen.

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